Blizzard verklagt deutschen Bothersteller auf Schadensersatz

Die Bossland GmbH, ein Bothersteller aus Zwickau, hat derzeit eine heftige Klage am Hals. Blizzard ist der Ansicht, dass Bots wie Demonbuddy, Honorbuddy and Watchover Tyrant ihren Spielen im erheblichen Maße Schaden zugefügt haben, daher geht der Entwickler aus Irvine in die Offensive und fordert vom Botunternehmen eine Millionenentschädigung.

Mindestens 42.818 der Botprogramme sollen in den USA verkauft worden sein, darunter sollen die Spiele World of Warcraft und auch Overwatch gelitten haben. Pro verkauftem Hack verlangt Blizzard 200 US-Dollar Schadensersatz. Zusammengerechnet ergibt dies einen Wert von rund 8,6 Millionen US-Dollar Schadensersatz, den Blizzard nun von Bossland gerichtlich einfordert. So wird das Unternehmen unter anderem wegen Urheberrechtsverletzung und des unlauteren Wettbewerbs angeklagt, zudem hätten potenzielle Spieler Abstand von den Blizzard-Games genommen, da sie von den Hacks und den Methoden (schnellere Erfahrungpunkte und Gold) abgeschreckt gewesen seien und deshalb auf einen Kauf oder auf ein Abo verzichtet hätten.

In der Klageschrift lässt der Entwickler verlauten, dass man Bossland nur auf ein Minimum verklage, man hätte weit mehr verlangen können. Blizzard ist indessen der Ansicht, der Bothersteller habe wesentlich mehr als 8 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit den Verkäufen der Bots erhalten.

Am 10. April 2017 soll die Entscheidung in Kalifornien fallen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Blizzard den Schadensersatz vom Gericht zugesprochen bekommt, unter anderem auch, weil das Unternehmen aus Deutschland es versäumt hätte, sich auf ein gerichtliches 24-Stunden-Ultimatum zu melden und sich augenscheinlich nicht mehr verteidige. Aber ob Blizzard am Ende auch nur einen Cent von der Bossland GmbH sehen wird, bleibt fraglich.

Quelle: Torrentfreak

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